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Berlinspaziergänge – Tempelhofer Feld

Dass ich in der letzten Woche zurück in Berlin war, konnte man beim Lesen des Blogs ja kaum verpassen. Ich musste das einfach immer und überall erwähnen, einfach weil ich mich so sehr darauf gefreut hatte. Manchmal kommt mir meine Berlin-Euphorie ja doch selbst etwas übertrieben vor. Aber letzte Woche hat mir mal wieder gezeigt, dass es eben einfach „meine Stadt“ ist.

Ich mag die Weite, die Altbauten und das man hier einfach so gut durch die Straßen spazieren kann, ohne dass man ein bestimmtes Ziel braucht. Und nirgendwo sonst kann man meiner Meinung nach so wunderbar Geschichte und vergangene Zeiten durch bloßes herumlaufen (er-)spüren wie in Berlin.

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Einer dieser Orte in Berlin, der Weite, Geschichte, Natur und Urbanität ganz wunderbar vereint, ist das Tempelhofer Feld. Seit 2010 ein riesiger Park, hat das Gelände eine genauso bewegte Vergangenheit wie die Stadt an sich. Es war Ackerfläche, Paradeplatz unter Friedrich Wilhelm I., Pferderennbahn und natürlich ein Flufhafen, der 1948 und 1949 zum wichtigen Landeziel der berühmten „Rosinenbomber“ im Rahmen der Luftbrücke wurde.

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Dazwischen erfuhr das Tempelhofer Feld während der Zeit des Nationalsozialismus eine unrühmliche Nutzung als Gefangenenlager von SS und Gestapo, später befand sich an seinem nördichen Rand das KZ Columbia.

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Nach der Schließung des Flughafens Tempelhof im Jahr 2008 wurde die Nachnutzung des Areals, das laut der Welt in etwa so groß ist wie die gesamte Frankfurter Innenstadt, zum Streitfall; mehrere Volksentscheide beschäftigten sich mit seiner Zukunft. Glücklicherweise ging der vorerst letzte, von der Bürgerinitiative „100 Prozent Tempelhofer Feld“ initiierte, Volksentscheid 2014 in meinen Augen positiv aus: eine Bebauung des Gebietes, das wie eine eigene Welt mitten in Stadt wirkt und so viel Geschichte birgt, wurde zumindest für die absehbare Zukunft abgewendet.

 

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Und daher kann man heute hier so schön spazieren gehen (und natürlich Fahrrad fahren, Inline skaten, grillen oder eben auch Gemüse anbauen). Das Tempelhofer Feld ist jedenfalls ein ganz besonderer Platz und einer meiner Berliner Lieblingsorte.

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