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DIY für Grobmotoriker?

Basteln gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingshobbys. Ich habe nämlich zwei linke Hände, bin furchtbar grobmotorisch und dazu auch noch ungeduldig. Keine gute Mischung um erfolgreiche DIY-Projekte zu starten.

Aber natürlich mag ich selbstgebastelte Ohrringe und Dekoartikel und würde mir wirklich gerne selbst eine Mütze und Handschuhe stricken können. Leider reicht meine Motivation dann jedoch noch nichtmal bis zum Wolleinkauf. Und dass ich im schönen Schulfach Handarbeit & Werken nicht gerade glänzen konnte  (und meine Mutter all meine verunglückten Häkel und Stricktiere  dennoch gut sichtbar überall im Haus aufbauen musste, wo sie jahrelang ein trauriges Dasein als unansehnliche, belächelte Staubfänger fristeten), hat meinen Enthusiasmus natürlich nicht gestärkt. Ebenso wenig wie lange verregnete Sonntage  als Kindergartenkind, an denen ich in beste 80er-Mode gekleidete Models aus Otto-Katalogen ausschneiden musste, um meine motorischen Fähigkeiten aka Bastelfähigkeiten zu verbessern – auf Anraten meiner Kindergärtnerin. Aber nach 25 Jahren sollte man ja auch solch ein Trauma verwunden haben (Otto-Kataloge schaue ich mir übrigens trotzdem nicht an. Gibt es die überhaupt noch?).

Der gestrige DIY-Blogger-Workshop von Viking in der wirklich niedlichen DaWanda Snuggery in Charlottenburg war also nicht gerade DAS Event für mich.  Und meine Gründe trotzdem dorthin zu gehen, um neben geübten DIY-Bloggern an einem Kalliegraphieworkshop teilzunehmen (Schönschrift war nun auch nicht mein bestes Schulfach) und Origami-Irgendwas zu falten, waren dann auch weniger meiner Bastelleidenschaft geschuldet, sondern  meinen beiden ehemaligen Lieblingskolleginnen aus Leeds, Gloria und Nicole. Die hatten das Event nämlich organisiert und waren extra dafür aus Yorkshire eingeflogen.

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Und trotzdem:  das Bedrucken von Karten, Beuteln und Ordnern mit wirklich hübschen Schablonen (von der Hipster-Kamera bis zum dicken Elefanten) des Teams von Druckrausch hat wirklich Spaß gemacht. Und ich habe mich auch gar nicht so doof angestellt. Einfach weil alles so gut vorbereitet war, dass selbst ein Grobmotoriker nicht mehr viel falsch machen konnte. Das ist wohl auch der Grund, warum ein paar Ergebnisse herausgekommen sind, die man zumindest nicht gleich in den Mülleimer werfen muss, sondern sogar nutzen kann. Beim Origami-Falten habe ich aber natürlich versagt. Das war vorherseh- und verkraftbar.

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Hach, ich bin ja fast ein wenig stolz. Und tatsächlich etwas traurig, dass in meiner Wohnung keine von mir persönlich gezeichneten Bilder oder gefalteten Origami-Lichterketten  hängen werden und keiner meiner Freunde je eine selbstgebastelte, in Schönschrift geschriebene Weihnachtskarte aus meiner Feder in den Händen halten wird. Sag zwar niemals nie. Darauf hoffen würde ich trotzdem nicht.

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Ach ja, und da ich auch nicht besonders gut fotografieren kann (wie Leser des Blogs möglicherweise schon bemerken durften) hat die Fotos meine liebe „Montagsdatefreundin“ Sabrina gemacht. Danke dafür und überhaupt.

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Wer DIY wirklich gerne mag (oder damit anfangen möchte), dem kann ich auch noch die DaWanda Snuggery in der der Windscheidstraße 19 in Charlottenburg ans Herz legen. Hier werden nicht nur regelmäßig DIY-Workshops veranstaltet, es gibt auch noch leckeren Kaffee in gemütlichen, mit selbstgemachten Schätzen bis an die Decke dekorierten Räumlichkeiten dazu.

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