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One of the most fashionable places to live in the UK: Hebden Bridge

Diesen Sonntag haben wir einen kleinen Ausflug nach Hebden Bridge unternommen. Das Dorf wurde mir als „besonders alternativ angehaucht“ empfohlen und die „Times“ hat das 4.500-Einwohnerörtchen unter die „30 most fashionable places to live in the UK“ gewählt. Da man mit der Bahn nur ca. 45 Minuten von Leeds bis nach Hebden Bridge unterwegs ist (ohne Umsteigen) und das Return-Ticket nicht mal 10 Pfund kostet, wollte ich also unbedingt mal dort hin. Meine Erwartungen waren aber dennoch nicht übermäßig hoch. Wer mich kennt, weiß, dass ich ziemlich fixiert auf Großstädte bin und mit kleineren Orten meist nicht besonders viel anfangen kann. Zudem war das Wetter natürlich ziemlich englisch – grauer Himmel, ein bisschen Nieselregen zwischendurch.

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Dennoch: Hebden Bridge ist sehr hübsch – auf eine typisch nordenglische Art (würde ich jetzt einfach mal behaupten). Zudem liegt der Ort in einem Talkessel in den Ausläufern der Pennines. Die Landschaft drumherum ist also wirklich nett anzusehen und sicher auch zu durchwandern (manche Leute fühlten sich ein bisschen an den Odenwald erinnert).

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Wenn man vom Bahnhof in Richtung Ortskern läuft, kommt man an einem kleinen Kanal, vielen bunten (Haus-)Booten und einem etwas unscheinbaren Gebäude, das ein kleines Theater beherbergt, vorbei.

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Im Zentrum sind dann tatsächlich viele kleine unabhängige Läden zu finden sowie ein Markt, auf dem man Käse, Brot und Schmuck kaufen kann. Alles sehr niedlich, auch wenn an einem Stand angeblich in Hebden Bridge hergestellte Ohrringe angeboten wurden, die identisch mit meinen an den Ohren baumelnden Vogelfiguren, garantiert aus Berlin, waren. Nunja, wir wollen mal nicht so sein.

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Bei einem kleinen Rundgang durch außerhalb des Zentrums gelegene Dorfstraßen fielen zudem die vielen, vielen  Blumentöpfe und Kräuterbeete ins Auge. Die Bewohner scheinen auf den ersten Blick zumindest sehr ökologisch interessiert, pflanzenbegeistert oder beides zu sein. Letztendlich ist Hebden Bridge aber halt doch ein kleiner Ort und man hat ziemlich schnell alles (oberflächlich) erkundet. Wobei anzumerken bleibt, dass Hebden Bridge auch über ein alternatives Kino verfügt, das durchaus interessante Filme zeigt. Man hätte also auch die Möglichkeit einen Regenabend gut zu überbrücken. Wir haben uns stattdessen für den Pub und damit Bier, Pear Cider, vegetarische Burger und Sunday Roast entschieden. Eine gute Wahl, vor allem, da wir so auch noch in eine kurze aber nette Unterhaltung mit dem Pubtender (komisches Wort, aber das gibt es offenbar wirklich) geraten sind.

IMG_1174Ob Hebden Bridge jetzt wirklich einer der besten Orte zum Leben in der UK ist, kann ich nicht beurteilen, wage ich aber zu bezweifeln (zumindest wenn man nicht unbedingt so begeistert vom Kleinstadtleben ist). Einen Besuch wert ist es aber definitiv. Und ich würde wirklich gerne noch mal bei strahlendem Sonnenschein wieder kommen. Ob das so realistisch ist…

Eine nette Einschätzung von einer Anwohnerin kann man übrigens hier lesen.

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