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Sonntagsausflug nach York

Am besten lernt man seine Umgebung ja immer dann kennen, wenn man Besuch bekommt und es damit wegfällt am Sonntag nur vor die Tür zu gehen um irgendwo Pizza und Cola aufzutreiben. Jedenfalls geht mir das so. Und da dieses Wochenende eine Freundin vorbei geguckt hat, war das ein guter Grund nicht nur in Leeds zu bleiben, sondern auch einen kleinen Ausflug zu unternehmen. Die Wahl fiel schließlich auf York, einfach weil es eben York ist – die angeblich besterhaltene mittelalterliche Stadt Englands – und weil es von Leeds aus so gut mit dem Zug zu erreichen ist.

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Letztendlich ist York ziemlich überlaufen – und da es sogar einmal nicht geregnet hat, waren die Straßen diesen Sonntag voller Menschen mit Kameras. Wer also einen Geheimtipp sucht, ist in York vielleicht nicht ganz richtig. Es gibt hier sicherlich auch Orte, die ein bisschen abseits der Touristenpfade liegen. Ganz so leicht dürften diese aber nicht zu finden sein. Also haben wir vor allem (nette) Teile des Rundum-Touri-Programms durchgezogen.  Und dazu gehört natürlich der York Minster – für uns allerdings diesmal nur von außen.

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Man kann zwar auch kostenlos einen kleinen Blick hinein werfen – was nicht so spektakulär ist. Um sich im Minster selbst genauer umsehen zu können, muss man dann aber recht viel Eintritt zahlen. Das ist verständlich, ist es doch sicher extremst teuer die zwischen 1220 und 1470 erbaute Kathedrale aufrecht zu erhalten. Auf der anderen Seite kann man das Geld auch ziemlich lohnend für Essen ausgeben. Zum Beispiel für Sunday Roast und Cider im Ye Olde Starre Inne, wo man recht nett draußen sitzen kann.

 

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Für ein klischeehaftes (aber leckeres) Afternoon Tea Experience lohnt es sich gleich im Anschluss Bettys Tea Room aufzusuchen. Das ist zwar ebenfalls ein teurer Spaß und wir kamen uns ein klein wenig albern vor neben all den sehr englisch aussehenden Bedienungen in schwarz und weiß mit Schürzchen. Vor allem aber auch weil wir nicht so ganz genau wussten, ob die zwei Messer nun für die Sandwiches oder die Scones gedacht waren und wie man den Tee mit den zwei Kännchen eigentlich am besten trinken sollte. Gerade deshalb war es aber doch sehr lustig und Scones mit richtiger Clotted Cream wollte ich ganz lange schon mal probieren.

 

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Anschließend kann man dann schön vollgegessen durch die Stadt spazieren und dabei dem ein oder anderen dicken Eichhörnchen begegnen (das vielleicht zu viele Reste von Scones abbekommen hat).

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Und weil es so schön auf der Strecke zwischen York und Leeds liegt und zudem vom Zug aus ziemlich vielversprechend aussah, sind wir auf dem Rückweg noch kurz durch Knaresborough gelaufen. Das Städtchen ist vor allem auch für seine versteinernde Quelle und Mother Shipton’s Cave bekannt – beides Sehenswürdigkeiten, die wir aus Zeitmangel, Unwissenheit, weil es schon zu spät war um noch in die Höhle zu kommen und so weiter und so weiter nicht angeguckt haben (ein anderes Mal). Aber auch so lohnt sich ein kleiner Spaziergang zum Fluss Nidd mit interessantem Ausblick auf das dortige Viadukt.

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Knaresborough verfügt zudem offenbar über die älteste Apotheke Englands. Alles Dinge, die man nicht weiß, wenn man seinen Reiseführer – so wie wir – nicht ausführlich studiert hat, sondern sich nur etwas planlos treiben lässt. Das ist aber eigentlich der mir fast liebste Weg neue Orte kennen zu lernen. Auch wenn man vielleicht unwissend an den ein oder anderen „must-see“ Sehenswürdigkeiten vorbeiläuft. Dann hat man wenigstens einen guten Grund nochmal wieder zu kommen.

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