Ach, München gibt es noch?

Wenn man sich das aktuelle (junge) deutsche Kino so anguckt – naja vielleicht ist aktuell das falsche Wort und wir sprechen hier eigentlich von deutschen Filmen der letzten 15 Jahre – dann kann man schnell auf die Idee kommen, dass Deutschland nur aus einer einzigen Stadt besteht. In dieser von Sonnenuntergängen, Altbauwohnungen und gelben U-Bahnen durchzogenen Metropole wohnen 3,5 Millionen Studenten, allesamt ausschließlich in WGs in Friedrichshain, Kreuzberg und im Prenzlberg. Ihre Tage und Nächte verbringen diese Horden an gut aussehenden jungen Berlinern zusammen mit ebenfalls nett anzusehenden Freunden in Parks, WG-Küchen und Clubs – wenn sie nicht gerade vögeln. Schön also, dass der Film, den ich gestern sah – „Wir…

Ich unternehme heute mal was…

und gehe zur noch recht jungen Moabiter Lesebühne  Fuchs & Söhne. Gerne mache ich auch ein bisschen Werbung dafür. Ich war bislang zwei Mal dort (auch zur Premiere) und bislang war es immer ganz unterhaltsam (wenn auch doch ein klein wenig hipstrig angehaucht, also zumindest das studentische Wedding/Moabit-Publikum). Aber ich bin ja sowieso und dennoch ein großer Fan Berliner Lesebühnen. Es gab sogar eine Zeit, da schafften der Herr Freund und ich zwei Lesebühnenbesuche in einer Woche. Irgendwann bekamen wir dann die gleichen Texte in unveränderter Form und unterschiedlichen Lesebühnen zum zweiten Mal zu hören und fuhren unseren Konsum drastisch herunter. Und grade bin ich sowieso…