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Willkommen im Wedding – Teil 1

Den Wedding kenne ich eigentlich ziemlich gut – dachte ich. Schließlich habe ich fast vier Jahre lang zwischen Gesundbrunnencenter, Panke und Osloer Straße gelebt. Und mich unzählige Male rund um die Eulerstraße verlaufen (weil dort einige Straßen wirklich verdammt identisch aussehen), alle Dönerläden der Badstraße auf der Suche nach der der besten Falafel getestet und mich gefreut, dass tatsächlich die ein oder andere hipstrige Bar mit günstigem Bier direkt neben meiner Haustür eröffnete und ich somit eine der ersten sein durfte, die den neuen Geheimtipp zumindest schon mal von außen kannte.

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Ja, ja, ich weiß: Gesundbrunnen ist streng genommen eigentlich gar nicht der Wedding. Aber wer kennt schon Gesundbrunnen, das richtige Gesundbrunnen – und nicht den Bahnhof oder das seltsam schiffförmig gebaute Einkaufszentrum?  Wer weiß schon, dass die von mehr oder weniger erfolgreich sanierten Altbaufassaden, von   70er-, 60er- oder welches-Jahrzehnt-auch-immer-Betonbauten gesäumten und von türkischen Supermärkten und Spätis geprägten Straßen rund um den Humboldthain seit 2001 wieder offiziell einen eigenen Ortsteil bilden – nachdem sie bereits 1920 mit dem Groß-Berlin-Gesetz im Wedding aufgegangen waren? Eben! Vermutlich die allerwenigsten. Nicht einmal WG-gesucht.de lässt einen ganz gezielt in Gesundbrunnen auf Zimmersuche gehen. Und das will etwas heißen. Schließlich kann man über die Plattform sogar im kleinen, beschaulichen Schöneberger Ortsteil Friedenau nach geeigneten WGs Ausschau halten.  Ganz schön unfair eigentlich.

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Aber ich war ja auch nicht besser und habe allen Leuten, die es interessierte (oder auch nicht) jahrelang erzählt, dass ich im Wedding wohne. Was nun eben genau genommen gar nicht so ganz wirklich stimmte.

Aber nun ist es soweit. Ich bin in den Wedding gezogen – den wirklichen Wedding (wobei für mich natürlich auch Gesundbrunnen weiterhin der nahezu wahre Wedding ist). Dass ich genau diesen aber eigentlich noch gar nicht wirklich gut kenne, habe ich spätestens feststellen müssen, als ich mich bereits an meinem ersten Tag in der neuen Straße mal wieder verlaufen habe, googeln musste,wo ich die beste Pizza im maximalen Radius von 5 Minuten Fußweg bekomme (oder überhaupt irgendeine Pizza) und las, dass eine recht bekannte Berliner Lesebühne direkt in meiner Straße auftritt. Wovon ich trotz teils exzessiven Lesebühnenkonsums über Jahre hinweg natürlich  keine Ahnung hatte. Davon abgesehen, dass ich von meiner neuen, wunderhübschen, perfekt gelegenen, undschlagbar preiswerten, zentralen, gut angebundenen,… Straße vor meiner Wohnungsbesichtigung noch nie gehört hatte. Vielleicht liegt das auch ein wenig an ihrem zugegebenermaßen etwas abenteuerlichen Namen, den man selbst Berliner Taxifahrern ab und an buchstabieren muss. Nichtsdestotrotz ist das wohl alles ein ziemlich guter Grund meine Straße und den (wahren) Wedding zwischen Nauener Platz, Leoppoldplatz und Seestraße ein bisschen besser kennen zu lernen.

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Vielleicht finden sich ja trotz oder gerade wegen der vielen mittlerweile ziemlich gut erschlossenen Bar-, Café- und Restaurantempfehlungen für die Gegend rund um den Leo noch ein paar interessante neue Ecken. Soweit der Plan. Und dann folgen auf dem Blog in den nächsten Wochen (okay, Monaten) vielleicht auch ein paar Berichte aus meiner neuen Nachbarschaft. Getestet habe ich mittlerweile nämlich schon so einiges. Was zugegebenermaßen auch daran liegt, dass ich wohl aus größer werdender Faulheit den Wedding am liebsten (fast) gar nicht mehr verlassen würde.

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